Wir laden ein:
„Stefanie integriert die Öztürks“
Interkultureller Theater- und Begegnungsabend
Ali Öztürk, seit 25 Jahren in Deutschland, verliert eine Wette gegen Stefanie, eine Freundin seiner Tochter. Nun wird Stefanie eine Woche mit der Öztürk-Familie leben und versuchen, Vater Öztürk in die deutsche Gesellschaft zu integrieren…
Die deutsch-türkische Theatergruppe „Halberapfel“ aus Lüdenscheid präsentiert das Thema Integration und den Dialog zwischen den Kulturen auf humorvolle Weise. Der Runde Tisch Grimmelsiepen und die Bezirksvertretung Hörde laden Menschen aus der türkischen und der deutschen Kultur ein, miteinander und übereinander zu lachen und sich zu begegnen.
Termin: Mittwoch, 29. September 2010 um 19.30 Uhr im Hansa-Theater,Dortmund-Hörde (Eckardt-Str. 4a)
„Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken“
Friedensnobelpreisträger Dominique Pire
Zusammenleben als Herausforderung
Das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen ist eine bleibende Herausforderung für uns alle. Wir leben in Dortmund schon lange zusammen und wissen doch oft nur wenig voneinander. Pauschalurteile über „die“ Muslime und „die“ Türken oder umgekehrt „die“ Christen und „die“ Deutschen sind weit verbreitet. Statt miteinander zu reden, reden wir häufig nur übereinander.
Der Islam ist Teil unseres Landes
Die Auseinandersetzung über den Neubau des Gemeindezentrums des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Dortmund-Hörde e.V. am Grimmelsiepen hat gezeigt, dass manche Einstellung nicht durch persönliche Begegnungen mit den Mitgliedern der Hörder Moscheegemeinde, sondern durch Bilder aus den Medien über „den“ Islam geprägt ist. Zudem fällt es einem Teil der Gesellschaft immer noch schwer zu akzeptieren, dass der Islam als „Teil unseres Landes“ (Wolfgang Schäuble) respektiert und wahrgenommen werden muss. Viele Hörder Muslime, die seit Jahrzehnten hier leben, haben diese Diskussion als verletzend und ausgrenzend erlebt. Sie wollen auf Augenhöhe wahrgenommen werden und erwarten, dass ihr Wunsch nach angemessenen Räumlichkeiten für das Gebet, die Sozial- und Jugendarbeit, für Frauen- und Seniorenarbeit respektiert wird.
Brücken bauen zwischen den Kulturen
So ist es heute nötiger denn je, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen. Wir müssen mehr voneinander wissen, uns häufiger begegnen und voneinander lernen. Der Runde Tisch Grimmelsiepen unterstützt darum seit Jahren diesen Prozess der Integration. Wir veranstalten „Feste der Begegnung“, führen Studienreisen und Exkursionen durch und laden ein zu Vorträgen und Gesprächsabenden über Islam und Christentum, über unser Leben als Nachbarn im Alltag, über Konflikte in der Schule und im Arbeitsleben. Und wir gehen auf die Straße und protestieren, wenn Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft diffamiert werden und ihnen das Grundrecht auf freie Religionsausübung abgesprochen wird.
Durch den intensiven Dialog der vergangenen Jahre haben viele Menschen persönlich erfahren, wie bereichernd kulturelle und religiöse Vielfalt ist und dass es möglich ist, mit Konflikten konstruktiv umzugehen. Wir laden die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich auf solche Erfahrungen einzulassen. Beteiligen Sie sich daran, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen!