HÖRDE Der türkisch-islamische Kulturverein lässt zurzeit „Am Grimmelsiepen“ in Hörde die durch früheren Bergbau verursachten Stollen verfüllen, um einen belastbaren Boden für den Moschee-Bau zu erhalten.
Von Peter Bandermann (RN 17.12.11)

Laut Architekt Isa Karatas bohre eine Fachfirma mehrere hundert Löcher ins Erdreich, um so die unterirdischen Hohlräume zu erreichen und dann zu verfüllen.Diese Arbeiten enden voraussichtlich im Februar 2012. Dann beginnen die Rodungsarbeiten auf dem Areal zwischen der Benninghofer Straße und der Verbandsstraße „An der Goymark“.Die Bauarbeiten für das Gemeindezentrum mit einer Moschee für 400 Gläubige beginnen dann im April oder Mai 2012. Der Architekt rechnet mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.
Kleiner als vorher
Acht Jahre musste der türkisch-islamische Kulturverein planen. Der neue Entwurf fällt kleiner aus als die ersten Pläne und verfolgt ein vollkommen anderes Konzept als Moscheen in der Türkei. „Moscheen in Deutschland haben eine ganz andere Funktion als in der Türkei“, erläuterte der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins, Ogün Arpaci, am Donnerstag auf einem Begegnungsabend in Wellinghofen.
Dort feierten Christen, Juden und Muslime das „Friedenslicht der Religionen“ des Künstlers Leo Lebendig. Der türkisch-islamische Kulturverein und der „Runde Tisch Grimmelsiepen“, an dem Bürger, Politiker, Kirchenvertreter und der Kulturverein sitzen, stellte die Pläne für das Gemeindezentrum vor
Moschee in Hörde zu klein
Vergleichbar ist die Funktion des Neubaus mit jedem anderen Gemeindezentrum einer christlichen Gemeinde: Es gibt neben dem Gebetsraum für 400 Gläubige auch Mehrzweck- und Sozialräume. Der Kulturverein möchte darin zum Beispiel Sprachkurse veranstalten oder zum „Fastenbrechen“ einladen. Die Moschee an der Hermannstraße in Hörde ist dafür viel zu klein.Freitags ruft der Kulturverein in der Mittagszeit zum Gebet. Der Lautsprecher-Aufruf, den es auch jetzt schon gibt, darf 55 Dezibel nicht überschreiten. Das symbolisch errichtete Minarett ist 23,50 Meter hoch und besteht aus Edelstahl.

Fotogalerie vom Baubeginn am 11.11.2011 in Dortmund-Hörde
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